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METRO "reduce"


20.12.2006
SEB

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Karina Gundermann, CEFA der SEB, bewertet die METRO-Aktie (ISIN DE0007257503 / WKN 725750) mit dem Rating "reduce".

Die METRO AG habe im dritten Quartal ihren Umsatz um 6% auf 14,13 Mrd. und das EBIT um 4% auf 281 Mio. Euro steigern können. Als Umsatzmotor habe sich erneut das Auslandsgeschäft erwiesen, während das Inlandsgeschäft rückläufig gewesen sei. Das Nettoergebnis nach Anteilen Dritter für die fortgeführten Aktivitäten sei deutlich von 118,5 auf 81,5 Mill. Euro gesunken, was einem Gewinn je Aktie von 0,25 Euro nach 0,36 Euro entspreche.

Ursächlich für den Ergebnisrückgang seien diverse Sondereffekte und eine hohe Vergleichsbasis des Vorjahres. So habe sich der Konzern im September 2005 von seiner Beteiligung am Rabattsystem Payback teilweise getrennt und dadurch einen Sondergewinn erzielt. Zum Anderen hätten Projektkosten im Zusammenhang mit den Übernahmen von Géant in Polen und von Wal-Mart in Deutschland belastet.

Nach Aussagen des Managements sei die Gruppe solide in das vierte Quartal gestartet. Die Analysten würden damit rechnen, dass insbesondere die Geschäftsfelder Nonfood-Fachmärkte und Warenhäuser von vorgezogenen Käufen infolge der geplanten Mehrwertsteuererhöhung profitieren würden. Der Auslandsumsatz wachse weiter dynamisch um 11,9% auf 8,1 Mrd. Euro: davon 9,2% in Westeuropa und 15,5% in Osteuropa. Das Wachstum des Konzerns gehe unvermindert weiter: Im laufenden Jahr plane der Konzern die Eröffnung von 40 weiteren Filialen. Osteuropa sei dabei der Schwerpunkt.


METRO habe seine Umsatzprognose für 2006 von bisher 4-6% auf nunmehr 6% präzisiert. Für den Gewinn je Aktie habe METRO seine Guidance von 5% bis 8% gegenüber dem Vorjahreswert bestätigt. Der Ausblick berücksichtige nicht die Übernahmen der Géant SB-Warenhäuser in Polen und der deutschen Aktivitäten von Wal-Mart. Die Übernahme von Wal-Mart Deutschland werde im laufenden Geschäftsjahr voraussichtlich zu einem Einmalertrag führen.

Das EBIT in der Sparte Food/Retail habe sich infolge der Investitionen von Real in Osteuropa auf -40,5 Mio. Euro (Q3 2005: -31,5 Mio. Euro) verschlechtert. Die Mehrwertsteuererhöhung in 2007 könnte die Konsumneigung in Deutschland wieder abschwächen.

Die Aktie liege mit einem 2007er KGV von 16,4 leicht über der Peer-group. Die Analysten würden davon ausgehen, dass METRO im vierten Quartal von der derzeit guten Konsumentenstimmung profitieren werde.

Ihr Kursziel erhöhen die Analysten der SEB von 46 Euro auf 49 Euro und stufen die METRO-Aktie mit "reduce" ein. (20.12.2006/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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